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Bitte um Unterstützung bei einer Studie zu den
Erkrankungen und Todesursachen einheimischer Fledermäuse
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Fledermäuse gehören zu den
gefährdeten Tierarten Deutschlands und sind fast ausnahmslos in der Roten Liste
verzeichnet. Trotz umfangreicher biologischer Untersuchungen zum Verhalten und
dem Lebensraum dieser Tiere gibt es aber bisher nur wenig Informationen
bezüglich ihrer Erkrankungen.
In den letzten Jahren hat das
Interesse an Fledermäusen in der Bevölkerung deutlich zugenommen. Schützerische
Maßnahmen von Fachleuten werden vielerorts durch Privathaushalte unterstützt,
wie z.B. durch die Anbringung von Fledermauskästen. Hinzukommen vermehrte
Bemühungen, in der Wildbahn gefundene, erkrankte Tiere durch im
Fledermausschutz engagierte Personen zu pflegen, mit dem Ziel der
anschließenden Rückführung ins Freiland.
Die Kenntnis über mögliche
Erkrankungen von Fledermäusen sowie deren Krankheitserreger ist stark
limitiert. Verschiedenen Erregern wie Bakterien, Pilzen, Viren und Parasiten
sind bei einheimischen Fledermäusen bisher nur in sehr beschränktem Maße
Aufmerksamkeit gewidmet worden. Mit unserer Studie möchten wir dazu beitragen
diese Lücke zu füllen. Um dies zu ermöglichen, bedürfen wir jedoch der Hilfe
von im Fledermausschutz aktiven Menschen.
Da für die angestrebten
Untersuchungen nur wirklich frisch tote Tiere (maximal 1 Stunde) verwendet
werden können, ist die Menge an Probenmaterial deutlich limitiert. Deshalb sind
die Fledermäuse, die krank oder sterbend bei Pflegestationen abgegeben werden,
von besonderem Interesse. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass der
Todeszeitpunkt bekannt ist und der Tierkörper so schnell wie möglich
eingefroren werden konnte.
Wie können Sie uns
helfen ?
- Verstorbene Tiere sofort
bei -20°C tiefgefrieren, möglichst Daten zu Art, Zeitpunkt,
Fundort und -umständen (z.B.: von
Katze gefangen) vermerken
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wenn sich eine kleine Anzahl an Tierkörpern angesammelt hat,
telefonische
Benachrichtigung oder email an G.
Wibbelt (s. unten), um Transport zu organisieren
- Versendung der
tiefgefrorenen Tierkörper ans IZW ohne die Kühlkette zu unterbrechen
Was geschieht weiter ?
- Probennahme von den
Tieren durch Wissenschaftler des IZW
- Histopathologische und
mikrobiologische Untersuchungen im IZW+RKI,
Untersuchung des
Materials auf Tollwut an der BFAV
Was geschieht mit den Tierkörpern ?
Um alle Organe zu erreichen, wird
für die Probenentnahme das Fell zwischen den Unterkiefern und über die gesamte
Bauchunterseite aufgetrennt. Das Skelett bleibt dabei unbeschädigt. In den
Fällen, in denen der Einsender nicht ausdrücklich den Erhalt der
Schädelknochen wünscht, wird ebenfalls der Kopf für vergleichende
Untersuchungen des Gehirns einbehalten. Auf Wunsch wird der Tierkörper nach
Abschluss der Untersuchungen zurückgesandt.
In regelmäßigen Abständen werden
Einsender und Landesbehörden über Untersuchungsergebnisse informiert.
Wem nutzen diese Untersuchungen ?
Unser Ziel ist es durch die
Untersuchungen Erkenntnisse über die Art und Häufigkeit der Erkrankungen von
Fledermäusen zu erlangen. Mit diesem Wissen können z.B. Tierärzte bei der
Behandlung von Pfleglingen bessere Therapieentscheidungen treffen. Zusätzlich
lassen sich Aussagen treffen, ob Fledermäuse Krankheitserreger tragen, die
unter Umständen auch den Pflegenden gefährden könnten - auch wenn dies eher
unwahrscheinlich erscheint.
Wer macht diese Untersuchungen ?
Gudrun Wibbelt1, Dr.med.vet., Fachtierärztin für
Pathologie
Stephanie Speck1,
Dr.med.vet., Veterinärbakteriologin
Andreas Kurth2, Dr.rer.nat., Virologe
Thomas Müller3,
Dr.med.vet., Fachtierarzt für Epidemiologie
1Leibniz-Institut für Zoo und
Wildtierforschung (IZW), Alfred-Kowalke-Str. 17, 10315 Berlin,
Tel. 030 5168211, email:
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2Robert Koch-Institut (RKI), Berlin
3Bundesforschungsanstalt für
Viruskrankheiten der Tiere (BFAV), Wusterhausen
Vielen Dank für Ihre Mithilfe !!!
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