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Einladung zur 6. Arbeitstagung

Einladung zur 6. Arbeitstagung des Vereins „Mausohr e.V.“ und

des „Berliner Artenschutz Teams“.


Die Arbeitstagung findet am 27. / 28. September 2008 in der Zitadelle in Berlin Spandau statt.

Beginn: 10 Uhr


Das Programm sieht folgende Themen vor:


Ana Garcia Popa-Lisseanu, PhD / IZW Berlin

Das rätselhafte Leben von vogelfressenden Fledermäusen: Neueste Erkenntnisse über den Riesenabendsegler in Spanien.


Jens Teubner / Naturschutzstation Zippelsförde

Die Winterquartiere des Landes Brandenburg.


Dr. Joachim Haensel / Berlin, Mitglied des Vereins Mausohr e.V.

Ergebnisse der langjährigen Bestandserfassung in der ehem. Ostquellbrauerei in Frankfurt / Oder.


Ana Garcia Popa-Lisseanu, PhD / IZW Berlin

Kurze Einführung in das Europäische Fledermaus Migrations Projekt.


Rudolf Herter, Kagel/Finkenstein, Mitglied des Vereins Mauohr e.V.

Unkonventionell aus Holzbetonresten hergestellte Wand- und Deckenelemente als ideale Winterquartierausstattung für Fledermäuse – Erste Untersuchungsergebnisse.


Dr. Joachim Haensel / Berlin, Mitglied des Vereins Mausohr e.V.

Der ehemalige Regierungsflugplatz der DDR in Neuhardenberg – ein bedeutendes Fledermausquartier im Osten des Landes Brandenburg ( Fortsetzung ).


Diskussionen zu den Vorträgen finden im Anschluss statt. Vorschläge zu weiteren Vorträgen können beim Veranstalter eingereicht werden.

Gegen 13 Uhr legen wir eine Mittagspause ein.

Für die Tagung erheben wir eine Tagungsgebühr von 20.- €. In der Gebühr sind die Kosten für Essen und Getränke enthalten.


Weiter im Angebot sind:

Besichtigung der Anlagen des Berliner Artenschutz Teams.

Eine Floss-Fahrt auf dem Festungsgraben der Zitadelle mit Fledermausbeobachtung

Besichtigung einer Ausstellung von Sammelobjekten zum Thema Fledertiere ( Flugdrachen, Plüschtiere, Schmuck, Briefmarken, Literatur, u.v.a. ).

Am 28. September 2008 erfolgt von 10 bis 11 Uhr die Besichtigung von Fort Hahneberg.


Übernachtungen können unter folgenden Rufnummern gebucht werden:

Hotel Altstadt Spandau: 030 / 3539320

Hotel Lindenufer:L 030 / 3537700

Gästewohnung (für mehrere Personen) 03322 – 428902


Die Mitglieder des Vereins „Mausohr e.V.“ treffen sich bereits 9 Uhr zu einer Mitgliederversammlung.


Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung zur Veranstaltung bis 31. August 2008 unter folgender Adresse erforderlich: Manfred Näfe, Dusekestr. 42; 13187 Berlin; Tel/Fax 030/4851402; E-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können oder Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können


Mit freundlichen Grüßen


Manfred Näfe Jörg Harder

Mausohr e.V. Berliner Artenschutz Team


 
Vorankündigung, 6. Arbeitstagung

 

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Vorankündigung,  6. Arbeitstagung

Liebe Fledermausfreunde,

am  27. und 28. September 2008 führt der Verein „Mausohr e.V.“ gemeinsam mit dem „Berliner Artenschutz Team“ seine nunmehr 6. Arbeitstagung durch.
Neben interessanten Fachvorträgen, laden wir ein zu Diskussionen, Besichtigungen und Ausstellungen.

Da der öffentliche Nahverkehr in der Region Märkische Schweiz am Wochenende nicht gewährleistet ist, aber viele Fledermausfreunde darauf angewiesen sind,
haben wir den Veranstaltungsort nach Berlin verlegt.

Eine detaillierte Einladung versenden wir im Juni 2008.
Vorschläge für interessante Fachvorträge nehmen wir gern unter der folgenden Adresse entgegen:

Manfred Näfe                              E-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Dusekestr. 42                                     Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
13187 Berlin

 
Bitte um Unterstützung
Bitte um Unterstützung bei einer Studie zu den

Erkrankungen und Todesursachen einheimischer Fledermäuse

Fledermäuse gehören zu den gefährdeten Tierarten Deutschlands und sind fast ausnahmslos in der Roten Liste verzeichnet. Trotz umfangreicher biologischer Untersuchungen zum Verhalten und dem Lebensraum dieser Tiere gibt es aber bisher nur wenig Informationen bezüglich ihrer Erkrankungen.

In den letzten Jahren hat das Interesse an Fledermäusen in der Bevölkerung deutlich zugenommen. Schützerische Maßnahmen von Fachleuten werden vielerorts durch Privathaushalte unterstützt, wie z.B. durch die Anbringung von Fledermauskästen. Hinzukommen vermehrte Bemühungen, in der Wildbahn gefundene, erkrankte Tiere durch im Fledermausschutz engagierte Personen zu pflegen, mit dem Ziel der anschließenden Rückführung ins Freiland.

 

Die Kenntnis über mögliche Erkrankungen von Fledermäusen sowie deren Krankheitserreger ist stark limitiert. Verschiedenen Erregern wie Bakterien, Pilzen, Viren und Parasiten sind bei einheimischen Fledermäusen bisher nur in sehr beschränktem Maße Aufmerksamkeit gewidmet worden. Mit unserer Studie möchten wir dazu beitragen diese Lücke zu füllen. Um dies zu ermöglichen, bedürfen wir jedoch der Hilfe von im Fledermausschutz aktiven Menschen.

 

Da für die angestrebten Untersuchungen nur wirklich frisch tote Tiere (maximal 1 Stunde) verwendet werden können, ist die Menge an Probenmaterial deutlich limitiert. Deshalb sind die Fledermäuse, die krank oder sterbend bei Pflegestationen abgegeben werden, von besonderem Interesse. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass der Todeszeitpunkt bekannt ist und der Tierkörper so schnell wie möglich eingefroren werden konnte.

 

Wie können Sie uns helfen ? 

 

  • Verstorbene Tiere sofort bei -20°C tiefgefrieren, möglichst Daten zu Art, Zeitpunkt,
    Fundort und -umständen (z.B.: von Katze gefangen) vermerken
  • wenn sich eine kleine Anzahl an Tierkörpern angesammelt hat, telefonische
    Benachrichtigung oder email an G. Wibbelt (s. unten), um Transport zu organisieren
  • Versendung der tiefgefrorenen Tierkörper ans IZW ohne die Kühlkette zu unterbrechen

 

Was geschieht weiter ?

 

  • Probennahme von den Tieren durch Wissenschaftler des IZW
  • Histopathologische und mikrobiologische Untersuchungen im IZW+RKI,

    Untersuchung des Materials auf Tollwut an der BFAV 

 

Was geschieht mit den Tierkörpern ? 

 

Um alle Organe zu erreichen, wird für die Probenentnahme das Fell zwischen den Unterkiefern und über die gesamte Bauchunterseite aufgetrennt. Das Skelett bleibt dabei unbeschädigt. In den Fällen, in denen der Einsender nicht ausdrücklich den Erhalt der Schädelknochen wünscht, wird ebenfalls der Kopf für vergleichende Untersuchungen des Gehirns einbehalten. Auf Wunsch wird der Tierkörper nach Abschluss der Untersuchungen zurückgesandt.

 

In regelmäßigen Abständen werden Einsender und Landesbehörden über Untersuchungsergebnisse informiert. 

 

Wem nutzen diese Untersuchungen ? 

Unser Ziel ist es durch die Untersuchungen Erkenntnisse über die Art und Häufigkeit der Erkrankungen von Fledermäusen zu erlangen. Mit diesem Wissen können z.B. Tierärzte bei der Behandlung von Pfleglingen bessere Therapieentscheidungen treffen. Zusätzlich lassen sich Aussagen treffen, ob Fledermäuse Krankheitserreger tragen, die unter Umständen auch den Pflegenden gefährden könnten - auch wenn dies eher unwahrscheinlich erscheint.

 

Wer macht diese Untersuchungen ?

 

Gudrun Wibbelt1, Dr.med.vet., Fachtierärztin für Pathologie

Stephanie Speck1, Dr.med.vet., Veterinärbakteriologin

Andreas Kurth2, Dr.rer.nat., Virologe

Thomas Müller3, Dr.med.vet., Fachtierarzt für Epidemiologie

 

1Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW), Alfred-Kowalke-Str. 17, 10315 Berlin,

  Tel. 030 5168211, email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

2Robert Koch-Institut (RKI), Berlin

3Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV), Wusterhausen 

 

              Vielen Dank für Ihre Mithilfe !!!

 

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Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Fledermäuse PDF Drucken E-Mail

Gutachten "Untersuchungen zu möglichen betriebsbedingten Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Fledermäuse im Regierungsbezirk Freiburg" vorgelegt

Gutachten bestätigt Fledermaus-Totfunde

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg und mit finanzieller Unterstützung der Stiftung  Naturschutzfonds Baden-Württemberg wurden zwischen August 2004 und Oktober 2005 Untersuchungen zu möglichen betriebsbedingten Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Fledermäuse durchgeführt. Zentrale Fragestellung der Studie war, ob und in welchem Ausmaß die aus Nord- und Mitteldeutschland sowie aus dem Ausland berichteten Kollisionen von Fledermäusen an Windkraftanlagen auch im Regierungsbezirk Freiburg auftreten. Im Rahmen der Studie wurden vier Themenblöcke untersucht: - die Suche von Kollisionsopfern unter bestehenden Anlagen, - Untersuchungen zur Ermittlung von Korrekturfaktoren, die ermöglichen von der Zahl der Totfunde auf die wahrscheinlich tatsächlich verunglückte Zahl von Fledermäusen zu schließen
- die Untersuchung der Kollisionsopfer in Hinblick auf die Todesursache und
- Beobachtungen zum Verhalten der Fledermäuse an den Windkraftanlagen mittels einer Wärmebildkamera.

Im Zeitraum Ende Juli bis Ende Oktober 2004 wurden alle fünf Tage Aufsammlungen von toten Fledermäusen unter 16 im Regierungsbezirk Freiburg repräsentativ ausgewählten Anlagen überwiegend im Schwarzwald und seiner Vorbergzone (Höhenlagen zwischen 470 und 1100 ü.NN) durchgeführt. Zusätzlich wurden an 16 weiteren Anlagen im gleichen Gebiet und Zeitraum ergänzend jeweils zwei bis drei Sonderkontrollen durchgeführt. Im Zeitraum Anfang April bis Mitte Mai sowie von Mitte Juli bis Mitte Oktober 2005 wurden acht der bereits 2004 kontrollierten Anlagen im selben Rhythmus erneut abgesucht.

Die Untersuchungen führten zu folgenden Ergebnissen:

· Unter Berücksichtigung der Sucheffizienz, der Abtragrate (z. B. durch Fuchs oder Wespen) sowie dem Flächenfaktor, der das Verhältnis von abgesuchter zu nicht absuchbarer Flächen in einem 40 m Radius beschreibt, kann von den durch Funde belegten Totfunden auf einen Schätzwert für die tatsächliche Anzahl von Kollisionsopfern hochgerechnet werden. Die Hochrechnung ergibt für die 2004 regelmäßig kontrollierten 16 Anlagen insgesamt 335 Kollisionsopfer (unter Berücksichtigung der Streuung bei der Abtragrate im Minimum 269 und im Maximum 446 Tiere), dies entspricht Werten von 20,9 Tieren (16,6-27,9) pro Anlage. Für die 2005 untersuchten Anlagen ergibt sich ein Wert von insgesamt 95 Kollisionsopfern (75-125), dies entspricht einem Wert von 11,8 Tieren (9,4-15,6) pro Anlage.

· Insgesamt wurden 50 tote Fledermäuse, 45 während der systematischen Aufsammlungen und fünf weitere bei den Sonderkontrollen gefunden. Bezogen auf die acht in beiden Jahren untersuchten Anlagen ergeben sich große Unterschiede zwischen den Jahren, da 2004 hier insgesamt 31 Tiere, 2005 aber bei gleicher Kontrollintensität nur 10 Tiere gefunden wurden.

· Die Funde verteilen sich auf die Arten Zwergfledermaus (39 Tiere), Kleinabendsegler (8 Tiere), Zweifarbfledermaus (2 Tiere) und eine Breitflügelfledermaus.

· Neben den Fledermäusen konnten nur neun Vögel als Totfunde registriert werden (je drei Mehlschwalben und Mauersegler sowie ein Alpensegler, ein Goldhähnchen und ein Orpheusspötter). Bei den Nachsuchen wurden entsprechend fünf mal mehr Fledermäuse als Vögel gefunden.

· Die durchschnittliche Sucheffizienz in den unterschiedlich strukturierten Absuchflächen beträgt im offenen Bereich 84 %, im schwach überwachsenen Bereich 77 % und im stark überwachsenen Bereich 40 %.

· Die Abtragrate von Kadavern unter den Anlagen ist zwischen den Standorten unterschiedlich, in Durchschnitt aller Versuche aber relativ hoch. Sie beträgt bezogen auf den fünftägigen Kontrollzeitraum im Mittel 58,8 %.

· Die meisten Kollisionsopfer wurden Ende Juli bis Mitte August und Anfang September registriert. Im Zeitraum Anfang April bis Mitte Mai 2005 wurden an den acht abgesuchten Anlagen keine Tiere gefunden.

· Die meisten Totfunde wurden unter Anlagen, die im Wald oder auf Windwurfflächen stehen, registriert.

Die Studie berücksichtigt, dass aufgrund der Zeitintervalle zwischen den Suchvorgängen Fledermauskadaver durch Tierfraß etc. abgetragen werden. Durch Vor-Ort-Experimente zur Ermittlung der Verweildauer von Kadavern können Rückschlüsse von den tatsächlichen Totfunden auf die mit großer Wahrscheinlichkeit wirklich zu Tode gekommenen Fledermäusen gezogen werden. Außerdem wurden Experimente zur Bestimmung der Sucheffizienz durchgeführt, in dem eine bekannte Zahl von Attrappen von einer nicht mit der Suche befassten Begleitperson aufgebracht wurde.

Die Suche erfolgte in einem Radius von 50 m um den Mastfuß, wobei der sich am weitesten entfernte Fund in einem Abstand von 37 m zum Mastfuß der Windkraftanlage befand. Auch der unterschiedliche Flächenbewuchs wurde berücksichtigt.


Quelle: http://www.rp-freiburg.de  

 

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 28 Juni 2006 )
 
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