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Das Internationale Fledermausmuseum
Das Internationale
Fledermausmuseum in Julianenhof nahe
Buckow im Naturpark
Märkische Schweiz
Machen
Sie sich ein Bild von einem sehr langen Weg
Von
Ursula Grützmacher, Buckow
Mit 15
Abbildungen
Wir
schreiben das Jahr 2006 und befinden uns damit bereits im achten Jahr
der Projektentwicklung für den Aufbau des Internationalen
Fledermausmuseums in Julianenhof. Nachfolgend stellen wir mit einer
Bildserie die inzwischen erreichten Ergebnisse vor, und zwar die
vorgefundenen, von Baufälligkeit gekennzeichneten „Urzustände“
der Gebäudesubstanz einerseits und die nach aufwendigen
Sanierungen erreichten Bauzustände zu Anfang des Jahres 2006
andererseits. Vorgestellt werden vor allem die äußeren
Gebäudeansichten, weniger die Ansichten der Innenräume, die
z. Z. (Februar 2006) noch keinerlei Ausstattung aufweisen (Abb.
1-14).
Zunächst
aber zur Erinnerung: Geboren wurde die Idee für den Aufbau eines
Internationalen Fledermausmuseums, als auf der Suche nach
Winterquartieren im Rahmen des Artenschutzprogramms „Fledermäuse“
im Naturpark Märkische Schweiz innerhalb der einsturzgefährdeten
und stark sanierungsbedürftigen Gebäudeteilen der
ehemaligen Gutshofanlage in Julianenhof beachtliche Vorkommen an
Fledermäusen entdeckt wurden. Seit 1992 konnten dort acht Arten
in Winter- und inzwischen auch in Sommerquartieren, darunter ein
sogar deutschlandweit bedeutsames Quartier mit einer Wochenstube (=
Fortpflanzungsgesellschaft) der Großen Bartfledermaus (Myotis
brandtii), nachgewiesen werden.
Die
Naturparkverwaltung, der NABU-Regionalverband Strausberg-Märkische
Schweiz e. V. und der wissenschaftliche Betreuer des
Artenschutzprogramms für den Naturpark Märkische Schweiz,
Dr. Joachim Haensel, waren sich sofort der besonderen Bedeutung
dieser Liegenschaft für den Fledermausschutz bewußt - vor
allem für den Fortbestand der Fledermausquartiere. Mit dem
Erwerb des Grundstücks 1998 durch den NABU wurden die
eigentumsrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, alle
diese Fledermausquartiere sichern und sich ebenso der
Projektentwicklung zum Aufbau des Internationalen Fledermausmuseums
widmen zu können. Die Einwohner des kleinen Ortes Julianenhof
nahmen 1999 mit Interesse und wohlgefällig zur Kenntnis, was
sich am Rande ihres Ortes demnächst mit der Errichtung des
Internationalen Fledermausmuseums nicht zuletzt auch zum eigenen
Nutzen tun wird (Abb. 15).
Und damit
begann ein langer Weg, ein Weg an Initiativen und Aktivitäten
des NABU, das Schreiben und Konstruieren von Projektanträgen,
die Suche nach Sponsoren, das Einwerben von Spenden, die Präsentation
des Projektes in den Medien, auf Veranstaltungen und Messen, gekrönt
von einem sehr großen öffentlichen Interesse, ideeller
Unterstützung und der Ausreichung von Fördermitteln des
Umweltministeriums und des Naturschutzfonds des Landes Brandenburg.
Kontakte
wurden gesucht, und auch die Bauhaus-Universität Weimar konnte
mit einer studentischen wissenschaftlichen Arbeit das Projekt
unterstützen. Mit der Gründung des Vereins Mausohr e. V.
erhielt der NABU seit 2001 eine aktive, begleitende Unterstützung
von ehrenamtlichen Fledermausschützern.
In
mehreren in der Fledermaus-Fachzeitschrift NYCTALUS (N.F.) und im
Mitteilungsblatt der NABU-BAG Fledermausschutz erschienenen Beiträgen
wurde bereits über die Projektidee, über die einzelnen
Baumaßnahmen und deren Etappen für den Aufbau des
Fledermausmuseums und damit in Zusammenhang stehende Erfolge im
Fledermausschutz berichtet (Grützmacher 1999, 2000, Grützmacher,
Kretschmer & Haensel 2000, 2003).
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